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Malteser Bad Homburg

Chronik

Das Engagement der Gliederung Bad Homburg begann zwischen den späten 60er und frühen 70er Jahren. Damals führte eine Hand voll engagierter Malteser den Patiententransport für die neurologische Klinik in Bad Homburg durch. Bereits im offiziellen Gründungsjahr 1976 bot die Gliederung die ersten Erste-Hilfe-Ausbildungen an und übernahm viele Behindertenfahrdienste, die zwischenzeitig zu einer der Kernaufgaben der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wurden.

Die Dienste vermehren sich

Nur ein Jahr darauf stiegen die Malteser, nachdem die personellen und technischen Voraussetzungen dazu geschaffen waren, in den Rettungsdienst ein. Ausschließlich ehrenamtliche Helfer leisteten an Wochenenden ihren Dienst und hielten das Einzugsgebiet von Bad Homburg mit Krankentransport- und Rettungswagen sicher. Bei zahlreichen Sport- und Großveranstaltungen in Bad Homburg und Umgebung, Fußballspielen der Hessenliga sowie nationalen und internationalen Wettkämpfen leisteten die Helfer ungezählte Sanitätsdienste. Ebenso engagierten sich die Malteser unter dem damaligen Stadtbeauftragten Hans Eichhorn im Mahlzeitendienst (Essen auf Rädern) und dem Behindertentransport.

Neben zahlreichen VW-Bussen, mit denen täglich der Fahrdienst für Sonderkindergärten, Behindertenwerkstätten und Schulen durchgeführt wurde, konnten 1982 zwei Schwerbehindertenbusse in Dienst gestellt werden. Mit ihnen konnten jeweils bis zu 5 Rollstuhlfahrer individuell nach deren Wünschen transportiert werden. Um diese Aufgabe schultern zu können, wurden die ersten Zivildienstleistenden eingestellt. Die Ausbildung und Weiterbildung von Mitgliedern und Interessenten in Erster Hilfe war ein weiteres Aufgabengebiet der Ortsgruppe. Im Bereich Auslandshilfe wurden Anfang 1982 zum ersten Mal Medikamente und Lebensmittel nach Polen transportiert. Da die damalige Dienststelle schnell zu klein geworden war, folgte bald der Umzug in das neue Domizil in der Siemensstraße. Dort fand sich genügend Platz für die Rettungswache, Ausbildungsräume, dem sozialen Dienst und dem Katastrophenschutz, der sich gerade im Aufbau befand.

Engagement und Kompetenz spricht sich herum.

Den Maltesern wurde ein Sanitätszug der Ergänzung vom Hochtaunuskreis zugeteilt. Da es sich dabei um keine offizielle Einheit des Bundes oder des Landes Hessen handelte, musste die Gliederung kreative Lösungen schaffen, um Fahrzeuge und benötigtes Material finanzieren zu können. Gerne nahmen die Bad Homburger diese Herausforderung an, um ihren Auftrag der "Hilfe den Bedürftigen" in zeitgemäßer Form zu verwirklichen. Das große Engagement der Bad Homburger blieb nicht unbemerkt, so dass die zuständigen Ämter der Kreisverwaltung darüber hinaus auch die ABC-Beobachtungsstelle (welche sich in einem 'geheimen' Beobachtungsbunker befand) und die ABC Mess- und Auswertestelle im Führungsstab des Landrates den Maltesern übertrugen.

Um die vielseitigen Aufgaben bewältigen zu können, wurde Gernot Grimm Anfang der 90er Jahre zum hauptamtlichen Geschäftsführer berufen und weiteres hauptberufliches Personal im sozialen Dienst eingestellt. Zeitgleich folgte der Umzug in eine größere Dienststelle nach Oberursel. Dies war der Startschuss für die Kreisgeschäftsstelle Hochtaunus.

Umstrukturierungen.

Im Jahr 1994 erfolgte eine weit reichende Umstrukturierung im Malteser Hilfsdienst innerhalb der Diözese Limburg. Noch vor dem offiziellen Präsidiumsbeschluss wurde im Hochtaunuskreis der ehrenamtliche Teil von den hauptamtlichen Maltesern und dem Zivildienst abgetrennt. 1994 bezogen die Ehrenamtlichen nach langer Suche die neue Dienststelle in Bad Homburg - Kirdorf. Zurück in der 'Heimatstadt' waren die Malteser von nun an mit dem Katastrophenschutz und der Breitenausbildung vertreten.

Im Jahre 1995 wurde der Katastrophenschutz im Hochtaunuskreis neu strukturiert. Katastrophenschutzeinheiten der Ergänzung werden finanziell nicht mehr unterstützt und aufgegeben. Die ABC-Einheiten gingen an die Feuerwehr über. Somit verloren die Malteser in Bad Homburg mit einem Schlag ein wichtiges Standbein. Doch genau dies sahen sie als eine neue Herausforderung. Bereits ein Jahr später wurde aus eigenen Mitteln eine Sondereinsatzgruppe gegründet. Mit einem Krankentransportwagen und einem Gerätewagen standen die Bad Homburger bereit, um bei großen Schadenslagen die Rettungsdienste zu unterstützen. Im Jahr 2005 gründeten die Gliederung den Besuchsdienst im Vordertaunus. Zunächst in Kronberg und Königstein aktiv, wurde der Besuchsdienst im Jahr 2006 auf Bad Homburg, Friedrichsdorf und Oberursel ausgeweitet. Im gleichen Jahr wurde der langjährige Dienststellenleiter und stetige Wegbereiter Andreas Hett zum Stadtbeauftragten berufen.

Karin Felsinger, seit 1988 ehrenamtlich bei den Maltesern Bad Homburg aktiv, übernahm mit der Berufung von Andreas Hett zunächst kommissarisch die Dienststellenleitung. Anläßlich des St. Johannisfestes wurde Sie am 24.6.2008 zur ehrenamtlichen Geschäftsführerin berufen. Somit übernimmt sie die Verantwortung für eine stetig wachsende Gliederung. Am gleichen Tag wurde auch Dr. Alexander Jakob zum Ortsarzt berufen. Ihm obligen von nun an alle medizinischen Belange der Bad Homburger Malteser, insbesondere bei der Helferausbildung, im Einsatzdienst und bei der Ausbildung der Bevölkerung.

Heutige Dienste.

Heute engagieren sich die Bad Homburger Malteser in den unterschiedlichsten Bereichen. 

Ausbildung:

Bei den Erste-Hilfe-Kursen geht es nicht nur um die zeitgemäße Weitergabe von Fachwissen, sondern auch um die Vermittlung von Werten. Damit nehmen die Malteser eine wichtige Aufgabe der Gesellschaft wahr. Die Ausbilderinnen und Ausbilder der Malteser stellen sich gerne dieser Herausforderung und werden intensiv für ihre Aufgabe vorbereitet.

Einsatzdienste:

Geschultes Personal steht auch bei Veranstaltungen mit der erforderlichen notfallmedizinischen Ausstattung bereit, um fachgerechte sanitätsdienstliche Hilfe zu leisten und die Zeit bis zum Eintreffen des örtlichen Rettungsdienstes zu überbrücken.

Besuchs- und Begleitungsdienste:

Viele Menschen drohen zu vereinsamen - sei es aus altersbedingten Gründen, durch das Zerbrechen von Beziehungen oder die nachlassende Teilnahme am öffentlichen Leben. Aus diesem Grund haben die Malteser den Besuchsdienst nicht nur in Bad Homburg, sondern für den gesamten Vordertaunus eingerichtet. Der Malteser Besuchsdienst will dazu beitragen, dass diese Menschen jemand haben, der sich ihrer annimmt. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer besuchen regelmäßig einsame, ältere und kranke Menschen. Sie sind nicht nur Gesprächspartner. Sie lesen vor, hören zu, motivieren und sind da, weil sie gebraucht werden.

Jugendarbeit:

Die Malteser Jugend ist die in Gruppen zusammengeschlossene Gemeinschaft von Kindern, Jugendlichen
und jungen Erwachsenen im Malteser Hilfsdienst e.V. Durch viele gemeinsame Aktivitäten in den Gruppenstunden,
Ausflügen, bei kreativen Projekten und das Engagement in den Gremien erleben junge Menschen, dass sie gehört werden und durch ihren Einsatz Menschen und Dinge bewegen können.

Verantwortungsbewusstsein, Hilfsbereitschaft, Toleranz, Achtung und Respekt werden in der Malteser Jugend nicht nur gelehrt, sondern gelebt. Diese Erfahrungen sind nicht nur für jeden einzelnen sondern auch für die Gesellschaft
sinnvoll – und machen dazu auch noch richtig Spaß!

Über 9.000 Mitglieder engagieren sich bundesweit in ca. 600 Gruppen. Die Malteser Jugend ist als Träger der freien Jugendhilfe nach § 75 KJHG bundesweit anerkannt.

Auslandsdienst

Neben Malteser International, dem Werk des Souveränen Malteserordens für weltweite humanitäre Hilfe, ist der Malteser Auslandsdienst das zweite Standbein der Malteser Auslandsarbeit. In der Diözese Limburg hat der Malteser Auslandsdienst seit über 20 Jahren seinen Schwerpunkt in Mittel- und Osteuropa. Mit der »Aktion Hoffnungszeichen« unterstützen die Bad Homburger Malteser seit 2004 die Kinder in Bosnien-Herzegowina.

zukünftig werden wir die Aktion Hoffnungszeichen noch näher an den Nöten der Menschen in Bosnien ausrichten und nachhaltige Entwicklungshilfe leisten. Umgesetzt wird dieser neue Ansatz mit den "neuen" Hoffnungszeichen:

  • Begegnung
  • Beschäftigung,
  • Bildung,
  • Begleitung.

Die zielorientierte und nachhaltige Hilfe auf partnerschaftlicher Ebene unter Zugrundelegung unserer Leitlinien und Qualitätsziele ist unser Ziel.

 

Weitere Informationen

1976:
offizieles Gründungsjahr der Gliederung, Bezug der Dienststelle Altkönigstraße.

1976:
Start der Laienausbildung in Erste Hilfe.

1977:
ehrenamtlicher Sanitäts- und Rettungsdienst.

1979:
ehrenamtlicher Mahlzeitendienst und Behindertenfahrdienst.

1982:
Umzug in die Siemensstraße.

1982:
Indienststellung von 2 Schwerbehinderten- Bussen.

1982:
Medikamenten- und Lebensmitteltransport nach Polen.

1984:
Übernahme eines Sanitätszuges.

1984:
Zuteilung von ABC-Einheiten (AMASt, BAMSt).

1991:
Zusammenführung mit der Gliederung Hochtaunus und Umzug nach Oberursel.

1994:
Umstrukturierung der Malteser Hochtaunus: Trennung von Haupt- und Ehrenamt. Die neue (alte) ehrenamtliche Gliederung bezieht die Dienststelle Kirdorfer Straße. Fahrzeuge und ein Großteil der Ausstattung wird durch das Hauptamt übernommen.

1994:
Beschaffung eines gebrauchten Krankentransportwagens.

1995:
Nach Umstrukturierung des Katastrophenschutzes durch den Bund werden die Einheiten nicht mehr finanziert und aufgegeben.

1995:
Beschaffung und Ausbau eines Gerätewagens aus Bundeswehrbeständen.

1995:
Veröfentlichung des ersten Internetauftritts.

1996:
Gründung einer Sondereinsatzgruppe mit eigenen Mitteln.

1999:
Ausmusterung des Krankentransportwagens.

2001:
Beschafung und Umbau eines neuen gebrauchten Krankenwagens (Dank an die Malteser Obertshausen).

2005:
Gründung eines Besuchsdienstes in Bad Homburg.

2006:
Ernennung von Andreas Hett zum Stadtbeauftragten und kommisarische Übernahme der Dienststellenleitung durch Karin Felsinger.

2006:
Erweiterung des Besuchsdientes für den gesamten Vordertaunus.

2008:
Berufung von Karin Felsinger zur Geschäftsführerin und von Dr. Alexander Jakob zum Ortsarzt.

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE23370601201201211030  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7